Schnurgerüst im Hausbau Ratgeber

Hausbau Ratgeber – Schnurgeruest - Uebersicht
Ratgeber | Hausbau
5. Oktober 2022

h

Inhaltsverzeichnis

Bereits die kleinsten Schritte in Richtung Traumhaus sind wichtig. Bevor es mit dem Rohbau überhaupt losgehen kann, müssen Position und Ausführung des geplanten Gebäudes markiert und dadurch sichtbar gemacht werden. Dabei geht es auch darum, Vorschriften und Grenzen im Blick zu haben. Damit das auch gelingen kann, wird zunächst ein Schnurgerüst gesetzt. Erhaltet jetzt alle wichtigen Informationen zum Schnurgerüst in unserem Schrader Haus Ratgeber!

Was ist ein Schnurgerüst?

Das Schnurgerüst zeigt eine exakte Positionierung der Gebäude- und Außenkanten, damit die vorgeschriebenen Grenzabstände eingehalten werden. Es ist einer der ersten Schritte für den Rohbau und dient als wichtiges Hilfsmittel. Mit dem Schnurgerüst kann eine ständige Überprüfung der Position verschiedener Bauteile laut Bauplan stattfinden. Die Grundrissdaten werden dabei exakt aus den genehmigten Unterlagen übernommen.

 

Hausbau Ratgeber – Schnurgeruest - Detail

Wie ist ein Schnurgerüst aufgebaut?

Das Schnurgerüst muss exakt eingemessen und anschließend von der Baubehörde abgenommen werden. Hier heißt es also Maßarbeit, denn das Schnurgerüst ist die Orientierung für das gesamte Bauvorhaben. Den Aufbau sollten daher unbedingt Fachleute übernehmen.

Das Abstecken

Als erstes wird das Schnurgerüst an den Außenkanten abgesteckt. Die Markierung der Gebäudeecken wird dabei durch drei vertikal in den Boden getriebene Holzpflöcke gewährleistet. Diese werden mithilfe von horizontal angebrachten Brettern verbunden und ergeben einen sogenannten Schnurbock. Teilweise wird der Eckschnurbock geteilt in zwei einzelne Schnurböcke geteilt, welche weiter entfernt vom geplanten Gebäude platziert werden. Das bietet mehr Baufreiheit an den Gebäudekanten und die Gefahr von Beschädigungen am Schnurbock wird minimiert.

Die Schnurböcke müssen aus sehr stabilem Material bestehen und ausreichend tief in den Boden getrieben werden. Nur so kann die dauerhaft exakte Positionierung garantiert werden. Einfache Holzlatten oder Bretter sind daher nicht geeignet.

Das Einmessen

Die Feinjustierung erfolgt bei der Vermessung durch einen Vermesser. Das Einmessen wird daher von der Bauleitung, einem Architekten oder Sachverständiger durchgeführt. Diese markieren Wandfluchten und das Fußbodenniveau durch Nägel oder Kerben an gegenüberliegenden Schnurböcken. Zum Schluss werden Schnüre zwischen den Schnurböcken gespannt, wodurch die Außenwände gekennzeichnet werden. Es ist von Vorteil, weitere Punkte im Schnurgerüst zu markieren, da Messpunkte beim Bauprozess verloren gehen können.

In der Regel erfolgt die Einmessung durch elektronische Lasergeräte, wie etwa ein Tachymeter. Die Daten werden anschließend in eine digitale Karte übertragen.

Festlegung der Höhe

Nach dem Abstecken und Einmessen des Schnurgerüsts, wird auch die Höhe festgelegt. Diese orientiert sich meistens an der Fußbodenoberkante entsprechend der Baupläne. Die Höhe der Schnurgerüstlatten an den Schnurböcken entspricht oft der Höhe der Oberkante des Fußbodens im Erdgeschoss. Mithilfe eines Rotationslaser, z.B. einer Schlauchwaage, kann die Höhe sehr genau bestimmt werden. Ausgangspunkt ist hierfür überwiegend ein Kanaldeckel in der Nähe, welche sich auf Normal Null (NN) befindet.

 

Hausbau Ratgeber – Schnurgeruest - Hoehenfestlegung

 

Abnahme durch die Baubehörde

Anschließend erfolgt die Abnahme durch die Baubehörde. Die Lage darf sich nun nicht mehr verändern. Das Schnurgerüst zeigt die Ausführung des Fundamentes in Bezug auf die Grenzabstände an. Aus diesem Grund kann das verfrühte Entfernen der Schnurböcke straf- und zivilrechtliche Folgen haben. Es dient nämlich bei Fehlern in Höhenlage und Abmessungen der Bodenplatte als Beweis. Das Schnurgerüst wird deshalb frühestens nach der Fertigstellung der Bodenplatte entfernt.

 

Hausbau Ratgeber – Schnurgeruest - Bodenplatte

Was kostet ein Schnurgerüst?

Die Kosten eines Schnurgerüsts sind abhängig vom Umfang der Leistungen, dem Aufwand des Gebäudes, usw. Je mehr Gebäudeecken ein Haus hat, desto mehr Schnurböcke müssen gesetzt werden, je aufwendiger der Bau, desto umfangreicher wird auch das Schnurgerüst. Baut ihr euer Traumhaus mit einer Baufirma, wie etwa Schrader Haus, ist das Schnurgerüst bereits in den Baunebenkosten enthalten. Ihr habt noch weitere Fragen zum Schnurgerüst oder anderen Bereichen rund um euren Hausbau? Dann stellt doch eure Anfrage jetzt gleich über unser Kontaktformular!

Weitere Quellen

In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Wenn Sie dennoch mehr zum Thema erfahren wollen, dann können wir Ihnen diesen interessanten Artikel wärmstens empfehlen.

Das könnte auch interessant sein