Hausbau Ratgeber – Der Baustoff Beton

Hausbau Ratgeber – Der Baustoff Beton
Ratgeber | Hausbau
7. November 2022

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Inhaltsverzeichnis

Es ist der Baustoff des 20. Jahrhunderts, doch auch heute dank technologischer Innovationen nicht wegzudenken: Richtig, es geht um Beton. Die zahlreichen Eigenschaften sowie verschiedenen Möglichkeiten, den Baustoff zu formen und zu verarbeiten, machen ihn für den Hausbau besonders beliebt. Auch bei Schrader Haus kommt er in bestimmten Bereichen zu Einsatz. Erhalten Sie jetzt alle wichtigen Informationen in unserem Ratgeber!

Was ist Beton?

Bereits vor 14.000 Jahren wurde nach Möglichkeiten gesucht, um Ziegelsteine zu vermauern, doch erst im Römischen Reich entstand der erste Beton auch Opus Cementitium genannt. Die damals entstandenen kolossalen Bauwerke, wie Theater, Stadtvillen, Brücken und Abwasserkanäle, sind auch heute noch zu bestaunen.

An Herstellung und Verwendung hat sich seitdem kaum etwas verändert. Lediglich die einzelnen Schritte wurden weitgehend mechanisiert und auch die Zusammensetzung hat sich durch Wissenschaft und Innovation weiterentwickelt.

Der gegenwärtig verwendete Beton ist ein 6-Stoff-System aus Zement, Gesteinskörnung, Wasser Zusatzmitteln und -stoffen sowie Luft. Durch variieren und modifizieren der Bestandteile können neue Verarbeitungs- und Nutzungseigenschaften entstehen. So gibt es heute eine Vielzahl verschiedener Betonarten, die für fast jede Form von Bauwerken geeignet sind.

Die Vielseitigkeit von Beton

Doch was macht den Baustoff so beliebt? Durch verschiedene Umwelteinflüsse müssen Häuser, Straßen, Brücken und Co. sehr belastbar sein. Sicherheit und Langlebigkeit stehen an oberster Stelle. Aber auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle. Beton vereint zahlreiche positive Eigenschaften und kann daher in der Baubranche und besonders beim Hausbau überzeugen.

 

Hausbau Ratgeber – Die Vielseitigkeit von Beton

 

Schallschutz, Wärmedämmung und mehr

Neben den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bietet Beton als verdichtetes Mauerwerk einen sehr guten Schallschutz. Störgeräusche von außen dringen nur spärlich durch das feste Material hindurch. Gleichzeitig nimmt er kaum Feuchtigkeit auf, weshalb der Stoff sich positiv auf das Raumklima auswirkt. Ebenfalls von Vorteil ist der Brandschutz. Beton ist nicht brennbar und sorgt daher für ein hohes Maß an Sicherheit.

Geht es um Wärmedämmung und Isolation kann Beton erneut überzeugen. Im Wärmedämmverbundsystem entstehen keine zusätzlichen Kosten und auch auf die Heizkosten wirkt sich der Baustoff somit positiv aus. Natürlich ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Energie trotzdem wichtig. Z.B. beim Thema Heizen: Hier ein Interessanten Artikel.

Ein Baustoff für mehr Nachhaltigkeit

Beton ist langlebig und besteht aus natürlichen Rohstoffen. Gleichzeitig unterliegt die Herstellung strengsten Umweltnormen und die Transportstrecken werden kurzgehalten, um die bestmögliche Qualität zu garantieren – In Sachen Vielfalt und Nachhaltigkeit steht der Baustoff daher ganz vorne. Lediglich bei der Trocknung muss Beton vor schädlichen Einflüssen durch spezielle Folien und Isolation geschützt werden.

Hohe Tragfähigkeit – Die verschiedenen Festigkeitsklassen von Beton

Besonders wichtig bei Beton ist die Druckfestigkeit, welche zuvor geprüft werden muss. Unterschieden wird hier zwischen Normalbeton und Leichtbeton. Während Normalbeton für die Festigkeitsklasse die Abkürzung C (concrete – engl. Beton) zugeschreiben wird, ist diese bei Leichtbeton LC. Anhand von Probekörpern erfolgt 28 Tage nach der Herstellung ein Druckversuch.

Die gängigen Probekörper in Deutschland stellen dabei Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 15cm dar. In anderen Ländern greift man meistens auf Betonzylinder mit einer Länge von 30cm und einem Durchmesser von 15cm zurück. Beide Arten sind zulässig.

 

Hausbau Ratgeber – Hohe Tragfähigkeit von Beton

 

Die ermittelte Druckfestigkeit lässt sich dann in die einzelnen Festigkeitsklassen übertragen. Angegeben werden diese in N/mm². Hat ein Beton etwa die Festigkeitsklasse C20/25, so liegt die Zylinderdruckfestigkeit bei 20 N/mm² sowie die Würfeldruckfestigkeit bei 25 N/mm². Je höher die Festigkeit wird, desto größer wird auch der Unterschied zwischen Würfel und Zylinder. In der nachfolgenden Tabelle sind die Druckfestigkeitsklassen von Normalbeton festgehalten:

Druckfestigkeitsklassen für Normalbeton

Überwachungsklasse

Festigkeitsklasse

fck, cyl 1)

[N/mm²]

fck, cube 2)

[N/mm²]

1

C8/10

C12/15

C16/20

C20/25

C25/30

8

12

16

20

25

10

15

20

25

30

2

C30/37

C35/45

C40/50

C45/55

C50/60

30

35

40

45

50

37

45

50

55

60

3

C55/67

C60/75

C70/85

C80/95

C90/1053)

C100/1153)

55

60

70

80

90

100

67

75

85

95

105

115

1) Festigkeit von Zylindern nach 28 Tagen (Länge 300mm, Durchmesser 150mm)

2) Festigkeit von Würfeln nach 28 Tagen (Kantenlänge 150mm)

3) Bauaufsichtliche Zulassung/Zustimmung im Einzelfall erforderlich

Beton ist nicht gleich Beton

Heute gibt es nicht den einen Beton. Durch Veränderungen in der Zusammensetzung der Materialien oder Zusätze sind zahlreiche Betonarten auf dem Markt. Sie alle unterscheiden sich in der unterschiedlichen Ausprägung der Eigenschaften, sowie Trocknungszeiten oder Verdichtung. In den folgenden Absätzen findet ihr eine kleine Übersicht zu den gängigsten und bekanntesten Betonarten.

 

Hausbau Ratgeber – Beton ist nicht gleich Beton

 

Stahlbeton und Faserbetone

Stahlbeton ist neben Normalbeton die wohl bekannteste und am meisten verwendete Art von Beton. Bereits 1970 hat sich diese spezielle Zusammensetzung zunächst Untertage etabliert, später wurde der Nutzen jedoch auch für den Bau an der Erdoberfläche erkannt.

Durch die Verstrebung mit Stahl werden sowohl Biegezug- und Schubfestigkeit als auch das Riss- und Verformungsverhalten des Betons positiv beeinflusst. Gleichzeitig erhöht sich dank der optimalen Kraftübertragung des Stahls auch die Stabilität.

Betone, die hohen Spannungen ausgesetzt sind, werden durch Fasern verstärkt. Das geschieht durch die einfache Beimischung von Stahl-, Glas-, Kunststoff-, Textil- oder sogar Carbonfasern. Während Stahl das Trag- sowie Arbeitsvermögen verbessert, wird durch Glasfasern im Beton eine statisch wirksame Bewehrung bzw. Mikrobewehrung geschaffen.

Besonders für Estriche bietet sich eine Beimischung von Kunststoff, oft Polypropylen-Fasern, an, da diese der Rissbildung im Frischbeton entgegenwirken.

Gleichzeitig erhöht sich aber auch der Brandschutz. Beton, welcher mit Carbonfasern versetzt wird, hat dagegen eine enorme Tragfähigkeit und dabei nur ein geringes Eigengewicht. Auch bei extremen Umweltbedingungen zeichnet sich diese Art von Beton durch seine Dauerhaftigkeit aus.

Sichtbeton und mehr

Sichtbeton stellt vor allem in der modernen Architektur ein beliebtes Gestaltungsmittel dar. Durch den Kontakt zur Schalungshaut bei der Herstellung, entsteht beim Sichtbeton ein besonderes Aussehen, weshalb er speziellen technischen sowie gestalterischen Kriterien unterliegt. Der kühle und außergewöhnliche Stil ist jedoch nicht jedermanns Sache.

 

Hausbau Ratgeber –Sichtbeton

 

Auch lichtdurchlässiger Beton zählt zu den Arten für besondere gestalterische Eigenschaften. Ein speziell entwickeltes Gewebe aus lichtleitenden fasern sorgt für eine hohe Lichtdurchlässigkeit des Materials. Dieser Beton zeugt von einem besonderen Farben-, Licht- und Schattenspiel und wirkt sehr eindrucksvoll. Falls das interessant war, hier gibt’s weitere Infos.

Selbstverdichtender und Infraleichtbeton

Neuartige Fließmittel sowie die Verringerung der groben Gesteinskörnung lassen einen selbstverdichtenden Beton entstehen. Die weichere Konsistenz sorgt für eine selbständige Entlüftung des Betons ohne zusätzliche Rüttelenergie lediglich durch die Schwerkraft. Nach dem Aushärten entsteht daher eine nahezu porenfreie Betonoberfläche.

Infraleichtbeton oder auch Dämmbeton zeichnet sich durch hervorragende Wärmedämmeigenschaften aus. Eine poröse Gesteinskörnung sorgt bei der Herstellung für einen hohen Anteil an Luft und verringert somit auch die Rohdichte. Da Luft Wärme nur schlecht leitet, vergrößern sich durch diese Zusammensetzung die Isolationseigenschaften des Betons. Jedoch müssen die Wände aufgrund der geringeren Rohdichte dicker gebaut werden.

Beton für euer Schrader Haus

Auch wir von Schrader Haus wissen die Eigenschaften von Beton zu schätzen. Nicht nur die Bodenplatte, die Decke über dem Erdgeschoss oder dem ersten Obergeschoss wird aus Beton hergestellt.

Auch das Fundament der Wärmepumpe, Teile der Garage oder der Ringbalken bei einem Einfamilienhaus mit Satteldach bestehen aus diesem Material. Da die Sicherheit eurer Traumhäuser von höchster Priorität ist, setzen wir auch beim Streifenfundament sowie der Bodenplatte auf die optimale Tragfähigkeit von Beton. Optional besteht sogar die Möglichkeit eine Betontreppe in eure vier Wände einsetzen zu lassen.

Ihr wollt ebenfalls euer Traumhaus auf einer sicheren Grundlage bauen, dann stellt jetzt eure Anfrage über unser Kontaktformular!

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