Bungalow - Der Haustyp für Jung und Alt
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Bungalow – Der Haustyp für Jung und Alt

Schrader Haus Feibig on 12. August 2019

Quadratisch, praktisch, gut – das von US-amerikanischer Architektur inspirierte Kulthaus der 1960er und 1970er Jahre erfährt aktuell ein regelrechtes Revival. Kein Wunder, ein Bungalow bietet ungezwungenes Leben auf einer Ebene und sorgt in jeder Lebensphase für höchsten Komfort. Was diesen Haustyp ausmacht und welche Vorteile sowie Nachteile die Bauform mitbringt, gibt es hier zum Nachlesen.

Was ist ein Bungalow und wie sieht er aus?

Per Definition handelt es sich hierbei um ein freistehendes Haus, dessen Räume alle im Erdgeschoss auf einer Ebene liegen. 

Dieser Haustyp erlebte in den 1960er Jahren seine größte Blütezeit. (WIKIPEDIA)

Alle Räume können ohne Treppen erreicht werden. 

Neben dem Erdgeschoss kann es zwar auch einen Keller oder Dachboden geben, dieser dient dann aber meist nicht als Wohnraum, sondern nur zu Lagerzwecken oder als Heizungsraum. Das ist aber kein in Stein gemeißeltes Gesetz. 

Wir planen Ihnen beispielsweise auch einen Bungalow mit bewohnbarem Dachboden. Denn wenn auf Ihrem Baugrundstück nur die Bebauung eines Bungalows möglich ist und Sie dennoch den Platz brauchen, dann machen wir es für Sie möglich. Suchen Sie hingen noch ein Grundstück in Magdeburg und Umgebung? Dann schauen Sie doch mal hier: KLICK 

Bungalows können rechteckig oder beispielsweise in L-Form (Winkelbungalow genannt), Z-Form oder H-Form gebaut werden. 

Mögliche Winkelbungalows:

  1. Bungalow in L-Form
  2. T-Form Bungalow
  3. Bungalow in U-Form
  4. Z-Form Bungalow

 

Oft denkt man an ein Flachdachbungalow, doch auch andere Dachvarianten sind möglich. Etwa ein Pultdach, Satteldach, Walmdach oder Zeltdach. 

Tipp:

Unser Musterhaus Bungalow Zur Kirschblüte ist ein Bungalow mit Pultdach und kann jederzeit besichtigt werden. Terminvereinbarung unter:  T +49 391 50 95 95 63 oder E-Mail schreiben 

Lediglich das Mansarddach ist ausgeschlossen, da es sich durch mehrere Geschosse auszeichnet. 

 

Bungalow mit Pultdach
Bungalow mit Pultdach

 

Je größer ein Bungalow ist, desto eher wird allerdings ein Flachdach empfohlen.

Dieser Haustyp kann grundsätzlich in jeder Bauweise gebaut werden: in Fertigbauweise, massiv oder aus Holz. 

Je nach Größe, Form und Ausstattung kann dieser Haustyp ein vollwertiges Haus (Einfamilienhaus oder Doppelhaus) sein oder aber als Gartenhaus, Atelier, Büro oder Ferienhaus dienen.

Bungalow Grundriss: Welcher Grundriss ist möglich?

Ein Bungalow hat gegenüber mehrstöckigen Gebäuden einen massiven Vorteil: Bei der Statik gibt es kaum Einschränkungen, da es in der Regel keine tragenden Wände gibt und ein höher liegendes Geschoss nicht berücksichtigt werden muss. 

Daher lässt sich praktisch jeder Grundriss verwirklichen. Selbst großzügige Wohnlandschaften ohne Wände mit Loft-Charakter sind möglich. 

Hier finden Sie ein paar Grundrisse: 

Bungalow B 122

Bungalow B 216

Bungalow B 166

Wer das Bedürfnisse nach mehr Privatsphäre hat, kann auch eine klassische Raumaufteilung wählen und beispielsweise einen Bungalow Grundriss 3 Zimmer, Bungalow Grundriss 4 Zimmer oder Bungalow Grundriss 5 Zimmer aussuchen. 

Der Grundriss für einen Winkelbungalow oder einen Vierecksbungalow kann individuell an die Bedürfnisse der Bauherren angepasst werden. Auch ein Bungalow Grundriss mit Garage ist möglich. 

Geht es um die Wohnfläche, sind Bungalows flexibel. Kleine Bungalows mit 60 oder 80 qm sind ebenso denkbar, wie Bungalows mit 180 qm Wohnfläche. Eine der beliebtesten Varianten ist der Bungalow Grundriss mit 120 qm.

Für wen ist ein Bungalow geeignet?

Er ist vielfältig nutzbar. Als vollwertiges Wohnhaus ist die Bauart geeignet für:

  • Familien
  • Senioren, da es bei der Bauart keine Treppen gibt und in der Regel weniger Wohn- und Gartenfläche gepflegt werden muss
  • Menschen mit Handicap, da ein Bungalow sich sehr gut für barrierefreies Wohnen eignet
  • Gartenliebhaber, da durch bodentiefe Fenster die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen

 

 

Bungalow für Jung und Alt
Der Haustyp für Jung und Alt

 

Das Leben ohne Stufen und Treppen bietet Komfort in jedem Alter. Junge Familien profitieren vom Wohnen auf einer Ebene genauso wie Senioren.

Bungalow: Vorteile und Nachteile

Dieser Haustyp hat im Vergleich zu mehrgeschossigen Häusern einige ganz spezifische Vorteile und Nachteile. Hier ist der Überblick.

Vorteile

Weil alle Räume auf einer Ebene stufenlos erreichbar sind, können kleine Kinder gefahrlos toben und Menschen mit Handicap sich störungsfrei durch das Haus bewegen. Barrierefreies Wohnen und ein ebenerdiger Zugang zum Haus sind möglich.

Durch bodentiefe Fenster gibt es einen direkten Blick und Zugang zum Garten und die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen.

 

Bungalow mit bodentiefe Fenster
Bungalow mit bodentiefe Fenster

 

Da es aufgrund der Bauweise wenig Einschränkungen bei der Statik gibt, kann der Grundriss ganz individuell gestaltet werden. Selbst offene Raumkonzepte sind möglich.

Dank verwinkelter Bauweise, etwa in U-Form, lässt sich eine große, geschützte Terrasse kreieren.

Dachfenster lassen sich einfacher installieren und sorgen für lichtdurchflutete Wohnräume.

Nachteile

Für große Bungalows braucht es größere Grundstücke, da die gesamten Wohnräume auf einer Ebene liegen und so viel Grundfläche entsteht. In Regionen mit hohen Grundstückspreisen kann das den Preis hochtreiben.

Die Kosten für Fundament und Dach sind höher als bei mehrgeschossigen Bauten.

Je nach Form kann ein Mehraufwand bei der Wärmedämmung entstehen, das gilt insbesondere für Winkelbungalows.

Mythen zu Nachteilen

In der Anfangszeit wurde der Bauform zwei Mankos nachgesagt, die heute ganz klar in die Kategorie Mythen fallen. 

Früher hieß es, Flachdächer würden zu Undichtigkeit neigen und größere Dachflächen mit einem Wärmeverlust einhergehen. Dank der heutigen Bedachungs- und Isoliertechnik sind diese Nachteile allerdings längst ausgeräumt. 

Moderne Bungalows unterscheiden sich in Sachen Energiebilanz nicht mehr von mehrstöckigen Häusern und selbst Passivhäuser sind mit dem Bautyp möglich.

Bungalow: Wie groß muss das Grundstück sein?

Für einen Bungalow wird häufig ein größeres Grundstück benötigt als für einen mehrstöckigen Bau. 

 

Bungalow mit Grundstück
Bungalow mit Grundstück

 

Das liegt daran, dass die gesamte Wohnfläche auf einer Ebene liegt. Legt man gedanklich den Grundriss eines zwei- oder mehrstöckigen Hauses nebeneinander, wird klar, warum der Bungalow eine größere Grundstücksfläche einnimmt als ein mehrstöckiger Bau. 

Für die gleiche Wohnfläche ist schlicht mehr Grundstück notwendig. Bauherren sollten sich Gedanken dazu machen, welches Verhältnis zwischen bebauter und unbebauter Fläche für sie sinnvoll ist und entsprechende Bebauungspläne der Kommune überprüfen.

Kosten Bungalow: Wie teuer ist ein Bungalow?

Viele Bauherren stellen sich genau diese Frage: „Was kostet ein Bungalow?“ 

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht, da sich die Kosten für ein fertiges Haus und Baukosten unterschieden. 

Einen fertigen Bungalow zu kaufen, kann teilweise teurer sein als ein neues Haus zu bauen. 

Bei den Kosten für den Bau eines Bungalows kommt es immer auf die Größe des Hauses, die Ausstattung und die Bauweise an. 

 

 

Tiefbauarbeiten für einen Bungalow
Tiefbauarbeiten für das Fundament

 

 

Wer sich etwa für einen kompakten 120 qm Bungalow in Massivbauweise entscheidet, hat ziemliche Kostensicherheit. Ansonsten gilt:

  • man benötigt mehr Grundstücksfläche (das sollte einkalkuliert werden)
  • Fundament und Dach fallen bei Bungalows etwa teurer aus, da sie größer sind als bei einem mehrstöckigen Bau
  • die meisten Wände eines Bungalows sind Außenwände (vor allem beim Winkelbungalow), sie müssen dicker und besser gedämmt sein als Innenwände
  • es gibt kein Treppenhaus, daher auch keinen Kostenaufwand für Treppen
  • es gibt keine Zwischendecken (bei mehrstöckigen Häusern müssen diese zusätzlich mit einer kostenintensiven Geräuschdämmung versehen werden)

 

Zwischenfazit Kosten

Je nach System und Eigenleistung kann man ein Bungalow bauen mit Kosten pro qm ab etwa 500 Euro (regionale Unterschiede bestehen). Bei der Variante „schlüsselfertig“ können die Kosten höher liegen. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen. Insgesamt unterscheiden sich die Kosten für einen Bungalow aber nicht übermäßig von mehrgeschossigen Haustypen.

Selbst gebaut: Wie hoch sind die Kosten beim Eigenbau?

Einige Bauherren können viel an Eigenleistung beitragen und fragen sich: „Kann ich selbst einen Bungalow bauen unter 100.000 Euro?“ 

Vielleicht, denn es kommt auf die Größe des Hauses, die Auswahl der Materialien und die Bauweise an. 

Bauherren tun gut daran, bei den unterschiedlichen Systemen die Kosten pro qm zu vergleichen. Außerdem gilt es zu bedenken, dass der Arbeitsaufwand nicht zu unterschätzen ist. 

Wer neben dem Vollzeitjob einen Bungalow bauen will, wird eine längere Bauzeit in Kauf nehmen müssen. Denn mehr als 20 Stunden pro Woche auf der Baustelle sind neben einer Vollzeitbeschäftigung langfristig schwer zu bewältigen. 

Bei einem Selbstbau dauert es deshalb bei vielen Bauherren ein ganzes Jahr, ehe das Haus tatsächlich bezugsfertig ist. Diese Bauzeit geht in der Regel mit einer finanziellen Doppelbelastung einher (Miete für die bisherige Wohnung und Baukredit für den Bau des Bungalows).

 

Winkelbungalow von Schrader Haus
Winkelbungalow von Schrader Haus

 

Bauarten: Wie entsteht ein Bungalow?

Für Bungalows gibt es verschiedene Bauweisen. 

Wer sich schnell ein bezugsfertiges Haus wünscht, kann etwa ein Fertighaus wählen: das sogenannte Ausbauhaus. Es wird in Fertigbauweise aus vorgefertigten Bauelementen auf der Baustelle zügig zusammengesetzt und ist schneller fertig als ein Haus im konventionellen Massivbau (auch Stein auf Stein genannt). 

Inzwischen gibt es viele verschiedene Bausatzhäuser und sogar Module für den Selbstbau.

Nachteil Fertigbauweise:

Sie müssen Ihr Haus so bauen, wie er vorgefertigt ist. Keine individuelle Planung oder Anpassungen. 

Durch die individuelle Planung hingegen, bauen wir Ihr Traumhaus gemäß Ihren Vorstellungen und Anforderungen in Massivbauweise. Denn schließlich ist es Ihr Traumhaus.  

Bungalow aufstocken: Jetzt an Später denken

Bungalows können aufgestockt und damit um zusätzliche Wohnfläche erweitert werden

Wer sich eine solche Erweiterung in Zukunft vorstellen kann, sollte die Möglichkeit bereits bei der Planung des Bungalows berücksichtigen und auf ein Flachdach sowie eine entsprechende Statik achten. 

Beide Dinge machen es einfacher, in fünf oder zehn Jahren ein zusätzliches Geschoss auf den bestehenden Bungalowbau zu setzen.

Fazit

Ein Bungalow eignet sich für Jung und Alt und bietet Bauherren viel Gestaltungsraum für ihre individuellen Wünsche. Selbst großzügiges Wohnen ohne Wände lässt sich umsetzen. Das stufenlose Wohnen auf einer Ebene ist komfortabel und steigert die Lebensqualität. 

Wer in jungen Jahren einen Bungalow baut, kann ihn bis ins Seniorenalter nutzen – und das lässt sich nicht für jedes Haus behaupten. Bungalows lassen sich einfacher barrierefrei gestalten als mehrstöckige Gebäude mit Treppenhaus und das mietfreie Wohnen ist vor allem im Alter ein Segen.

Doch kein Bungalow? Falls dieser Haustyp doch nicht Ihr Traumhaus ist, haben wir viele zwei- und mehrgeschossige Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser im Angebot. Wir stehen Ihnen mit unserem professionellen Wissen bei allen Bauprojekten gerne zur Seite. Sprechen Sie uns an!